KHD Übung 2018 (13.09.2018 07:28:38)

Der 3. Zug der 21. Katastrophenhilfsdienst Bereitschaft (KHD 3/21) kann in unterschiedlichen Formationen aufgestellt werden. Die Kräfte kommen hierbei immer aus dem Feuerwehrabschnitt Wr. Neustadt-Nord. Am Samstag den 08.09.2018 übten, unter Leitung von ABI Raphael KOLLER und HBI Florian BARTL, die Formationen „Schwer Rüst“ und „Unwetter 3“ gemeinsam am Garnisonsübungsplatz Blumau. Die Züge wurden von OBI Walter PFISTERER (Schwer Rüst) und ABI Markus SCHÜTTNER (Unwetter 3) geführt.

 
Die Lage stellte sich folgender Maßen dar: Am 07.09.2018 kam es in Blumau/Neurißhof um 13:18 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 5,9 (nach Richter). Die Herdtiefe lag bei 8 km, die Epizentralintensität betrug Grad 9. Die Schäden an Infrastruktur und Gebäuden waren enorm. Über die Anzahl von Toten und Verletzten gab es vorerst keine verifizierten Angaben. Die Feuerwehren aus dem zuständigen Bezirk waren sofort im Einsatz und arbeiteten die Nachtstunden durch.
 
Zur Unterstützung und Ablöse der eingesetzten Kräfte wurden von der Bezirkshauptmannschaft über den Bezirksfeuerwehrkommandanten vier KHD Züge angefordert. Je zwei KHD Züge wurden aus Wr. Neustadt und einem weiteren benachbarten Bezirk entsendet, um am 08.09.2018 im Einsatzraum ihre Arbeiten zu beginnen.Das Vorkommando, bestehend aus den KHD Zugskommandanten, erreichte die Befehlsstelle um 06.00 Uhr und erhielt klare Aufträge:
 
  • Der KHD Zug 3/21 „Schwer Rüst" führt Personenrettungen aus einem Hotel durch und sichert einen Kellerabgang durch Pölzungen für den Einsatz von Suchhunden.
  • Der KHD Zug 3/21 „Unwetter 3" stellt eine sichere Kühlwasserversorgung für das dortige Kraftwerk her und sorgt für eine durchgehende Befahrbarkeit des Weges.

Die KHD Züge sammelten sich um 06.30 Uhr am Sammelplatz in Wöllersdorf und verlegten geschlossen in den Einsatzraum. Um etwa 07.30 erfolgte die Befehlsausgabe durch die Kommandanten und die Arbeiten begannen.

Beim zwei stöckigen Hotel musste ein Zugang über tragbare Leitern hergestellt werden, um in Summe vier verletzte Personen zu retten. Diese wurden über seine provisorische Seilbahn schonend aus dem Gebäude gebracht. Ein Entstehungsbrand im Inneren des Gebäudes wurde unter Atemschutz bekämpft. Parallel arbeitete eine Löschgruppe an der Pölzung beim Kellerabgang. Dies wurde durch die mitgeführten Deckensteher, Schaltafeln, Pfosten und Kanthölzer bewerkstelligt.

Zur Kühlwasserversorgung wurden rund 800 m Schlauchleitung von der Piesting zum Kraftwerk verlegt. An zwei Stellen musste die Leitung auf 4,5 m aufgezogen werden, um die für Rettungskräfte und nachrückende Kräfte wichtigen Zufahrten durchwegs befahrbar zu halten.

 

 

 


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